Passivhäuser in verschiedenen Klimazonen

Das Passivhaus ist ein hoch energieeffizientes Gebäudekonzept, demnach mit minimalen Energieaufwand über das ganze Jahr hinweg ein sehr hoher Komfort für die Nutzer erreicht wird. Ausschlaggebend sind im Wesentlichen die optimierte Gebäudehülle zur Reduzierung der Transmissionsverluste und optimalen Nutzung der Solarstrahlung, sowie eine Minimierung der Lüftungswärmeverluste durch eine kontrollierte Belüftung mit Wärmerückgewinnung. Somit kann ein hoher thermischer Komfort und eine hervorragende Luftqualität gewährleistet werden.

Ein Passivhaus kann, bedingt durch die niedrige benötigte Heizleistung von ca. 10 W/m², allein über die ohnehin für den Frischluftbedarf notwendige Zuluft beheizt werden, wodurch der Bedarf nach komplexen und kostenaufwändigen Heizsystemen entfällt. Ein solches Gebäude hat in kühl-gemäßigten Klimata erfahrungsgemäß einen Heizwärmebedarf von ca. 15 kWh/(m²a). Im deutschsprachigen Raum wurden bereits in großen Umfang Passivhäuser als Wohnhäuser und auch für andere Nutzungszwecke (z.B. Schulen, Sporthallen, Bürogebäude) erfolgreich errichtet. In diesen Fällen richtet sich das energetische Gebäudekonzept hauptsächlich nach dem erforderlichen Wärmeschutz zur Reduzierung der Verluste. Das Konzept des Passivhauses stößt nun zunehmend auch im internationalen Raum auf Interesse, wo das Gebäudekonzept jeweils an die lokalen klimatischen Randbedingungen angepasst werden muss. So besteht in überwiegend warmen Klimata zum Beispiel der Schwerpunkt, auch im Sommer mit möglichst geringem Energieaufwand die Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeiten im hohen Komfortbereich zu halten. Hierfür gelten dieselben Ansätze wie im vergleichbar kühlen mitteleuropäischen Raum. Das klimaunabhängige Ziel ist ein Gebäude, bei dem die Beheizung und/oder Kühlung über die ohnehin erforderliche Zuluft erfolgen kann bzw. überhaupt keine aktive Klimatisierung mehr benötigt wird.

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