Zertifizierung

Wozu zertifizieren? Eigentlich soll doch einfach alles funktionieren!

Wer sichergehen möchte, dass aus dem geplanten Objekt auch ein Passivhaus wird, kann das Gebäude zertifizieren lassen. Dabei überprüft eine vom Bauherren oder Architekten beauftragte Stelle unter anderem die für den Bau des Gebäudes zugrunde gelegten Berechnungen sowie Planungsunterlagen für Gebäudehülle und Haustechnik. Erhält daraufhin ein Haus das Zertifikat „Qualitätsgeprüftes Passivhaus“ kann sich der Besitzer sicher sein, dass es bei höchstem Wohnkomfort entsprechend wenig Energie verbraucht.

Die Planung und der Bau von Passivhäusern erfordert gewisse Kompetenzen, welche sich Architekten und Fachingenieure jedoch leicht aneignen können (z.B. auch durch „learning by doing“). Zudem ist die Methode, um bei gegebener Bauaufgabe und zu gegebenem Klima ein Passivhaus zu bauen, in allgemein zugänglicher Literatur beschrieben – die dazu erforderlichen Tools sind am Markt erhältlich wie z.B. das PHPP.

Für den Bau eines Passivhauses geeignete Komponenten gibt es in großer Zahl – zunehmend auch für andere als mitteleuropäische Klimazonen. Diese Produkte prüft und zertifiziert das Passivhaus Institut als unabhängige Stelle im Hinblick auf ihre Eignung für den Einsatz in Passivhäusern. Produkte, die das Zertifikat „Zertifizierte Passivhaus-Komponente“ tragen, sind nach einheitlichen Kriterien geprüft, bezüglich ihrer Kennwerte vergleichbar und von exzellenter energetischer Qualität. Ihre Verwendung erleichtert dem Planer seine Aufgabe erheblich und trägt wesentlich dazu bei, die einwandfreie Funktion des entstehenden Passivhauses zu gewährleisten.

Das Konzept als solches wurde bewusst nicht geschützt - jedem Bauvorlageberechtigten stehen die Informationen zur Verfügung und sie/er ist frei, ein Passivhaus zu bauen – in eigener Verantwortung. Gerade beim ersten Projekt empfiehlt das PHI jedoch, einen erfahrenen Passivhaus-Planer oder –Berater zumindest beratend hinzuzuziehen. Und, wir empfehlen auch, das Gebäude als „qualitätsgesichertes Passivhaus“ zertifizieren zu lassen. Ein ähnliches Zertifikat gibt es auch für Altbauten mit auf dem Passivhaus beruhenden Qualitätskriterien.

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