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betrieb:nutzung_erfahrungen:betriebserfahrungen_buerogebaeude_lu-teco_ludwigshafen:zusammenfassung_und_fazit

Zusammenfassung und Fazit

Die BKT kann zeitlich konstante sommerliche Wärmelasten gut kompensieren, bzw. abführen. Homogen genutzte Gebäude bzw. Gebäudebereiche können daher mit sehr geringem Aufwand für die Regelung gut beherrscht werden.

Bei sehr heterogen genutzten Gebäudebereichen sollte jedoch eine automatische Temperatur geführte Regelung implementiert werden: Um einzelne Bereiche optimal temperieren zu können, bedarf es einer abgestimmten und temperaturgeregelten Steuerung der Durchflussmenge der BKT, so dass ggf. auf kurzfristige und stark schwankende hohe Wärmelasten besser reagiert werden kann.

Auch die Verschattungseinrichtungen sollten unbedingt bereichsweise und dann noch einmal für jede Fassade getrennt gesteuert werden, so dass Verschattungen einerseits NUR bei Sonneneinstrahlung, dann aber sicher geschlossen werden. Viele Nutzer reagieren 'genervt' auf nicht nachvollziehbare Bewegungen der Verschattungen und neigen dann dazu die vorgegebenen Einstellungen zu übersteuern. Das bedeutet: Handlungsempfehlungen (verschatten!) müssen möglichst 'objektiv' begründet werden, um genügend Akzeptanz zu finden.

Der Nutzer wünscht sich in der Regel einen 'Ausblick' aus dem Fenster, d.h. einen Außenbezug auch wenn die Verschattung geschlossen ist.

Ein einfaches Monitoring mit Hilfe der schon installierten Temperaturfühler wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls sehr hilfreich: eine Aufzeichnung der Temperaturen (Abbildung 18) könnte im Zweifelsfall bei Nachfragen oder Beschwerden über zu stark abweichende Temperaturen hilfreich sein, um die Performance des Gebäudes nachträglich besser belegen bzw. objektivieren zu können. Außerdem könnte ein Monitoring helfen, die Steuerung der BKT mittelfristig zu optimieren.

Neben der rein technischen Optimierung der haustechnischen Anlagen (Lüftung und BKT) ist in jedem Fall eine Information der Nutzer über den sachgerechten Betrieb der Lüftungsanlagen und den Einsatz der temporären Verschattung sehr zu empfehlen.
Eine entsprechende Einweisung der Nutzer kann Vorbehalte in der Belegschaft schon im Vorfeld ausräumen helfen. Die konsequente Nutzung der Verschattungseinrichtungen verringert die solaren Lasten erheblich und lässt die damit verbunden Probleme gar nicht entstehen.
Insbesondere bei stark fluktuierender Belegschaft sollten Einweisungen der Nutzer regelmäßig wiederholt werden.

Danksagung

Die Autoren bedanken sich ganz herzlich bei der GAG Ludwigshafen insbesondere bei Herrn Walter Krämer für die freundliche Kooperation im Projekt lu-teco, die Überlassung der Zählerablesungen (Stromzähler) und die Erlaubnis, im Gebäude Temperaturmessungen durchführen zu dürfen.
Die hier dokumentierten Messdaten stammen aus den Jahren 2008 bis 2010 und stellen daher eine Momentaufnahme des Gebäudeverhaltens aus dieser Zeit dar. Die Räume im bisherigen Bereich 'Call-Center' im Gebäude sind inzwischen anderweitig vermietet.


Siehe auch

Vorhergehende Abschnitte

betrieb/nutzung_erfahrungen/betriebserfahrungen_buerogebaeude_lu-teco_ludwigshafen/zusammenfassung_und_fazit.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/16 09:06 von cblagojevic