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Luftdichtsheits-Messung von Hochhäusern

Exemplarische Messkurve einer Unterdruckmessung. Aufgrund der Thermik steht das Gebäude erst ab etwa -72 Pa vollständig unter Unterdruck (gemessen im EG). Daher dürfen die Messpunkte erst ab etwa -80 PA verwendet werden. Die natürliche Druckdifferenz im EG beträgt -36 Pa, daher gibt es Messpunkte erst bei größeren Unterdruckwerten.

Aufgrund der besonders starken Wind- und Thermikeinflüsse bei Hochhäusern müssen für Blower Door Messungen besondere Regeln berücksichtigt werden. Die Norm ISO 9972 gibt dazu keine ausreichenden Hinweise. Daher wurde vom PHI eine Hilfestellungen zur Durchführung der Luftdichtheitsmessung von Hochhäusern erstellt.

Der Einfluss von Temperaturdifferenz und Höhe der Gebäudes auf die Druckdifferenz zwischen unten und oben (Thermik) beträgt z.B. bei einem 80 m hohen Gebäude und einer Temperaturdifferenz (innen/außen) von 15 K etwa 48 Pa. Es stellen sich damit Druckdifferenzen ein, welche für die Messung nicht mehr zu vernachlässigen sind. Mit dem Beispiel wird klar, dass die Anforderung der Norm, eine Abweichung der Druckdifferenz von 10% innerhalb der Gebäudehülle nirgends zu überschreiten, auf keinen Fall einzuhalten ist.

Um dennoch eine Hochhausmessung drchführen zu können, werden praktische Hinweise für die Messung abgeleitet und vorgestellt. Es wird dargestellt, wie vorgegangen werden sollte, wo die Gebläse positioniert werden können, welche Messwerte nicht ausgewertet werden können und welche zusätzlichen Messungen erfolgen sollten. Auch der Messfehler aufgrund der Nichtlinearität der Strömungsformel wird erläutert.

Die gesamte Anleitung kann als PDF und als Ecxel-Rechenblatt heruntergeladen werden.

Die PDF kann ebenfalls auf Englisch abgerufen werden.

planung/luftdichtheit/luftdichtheits-messung_von_hochhaeusern.txt · Zuletzt geändert: 2019/09/02 08:44 von cblagojevic