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Bürogebäude Frankfurt

Zentrales Werkstatt- und Verwaltungsgebäude (ZWuV) der Stadt Frankfurt
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Passivhaus-ID: 4524

Fertigstellung: 2015
Architekten: schneider + schumacher, Frankfurt am Main


© PHI

Geschwungene Fassaden, geradeliniges Energiekonzept

Ein neues Bürogebäude in Frankfurt am Main zeigt die Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens. Grundlage ist eine Architektur, die nicht nur elegant, sondern auch intelligent ist. Im Ergebnis ist der Heizwärmeverbrauch um etwa 90 Prozent reduziert, während eine optimale Raumluftqualität den Komfort spürbar erhöht. Damit erfüllt das Gebäude die Kriterien des Passivhausstandards; im Januar 2016 erhielten die Bauherren das entsprechende Zertifikat. Details zu den energieeffizienten Lösungen für Haustechnik und Gebäudehülle wurden im April des selben Jahres im Rahmen von Exkursionen anlässlich der Internationalen Passivhaustagung erläutert. Das von der Frankfurter Stadtverwaltung genutzte Gebäude besteht aus energetischer Sicht aus zwei Teilen: Im eigentlichen Bürobereich in den fünf oberen Geschossen liegt der Heizwärmebedarf bei nur 15 kWh/(m²a), thermisch getrennt befinden sich darunter Werkstätteten und eine Tiefgarage. Auch hier bleibt der Energieverbrauch gering, da beim Bau konsequent Passivhaus-Komponenten eingesetzt wurden.

Dreifach-Verglasung für Wärme- und Schallschutz

Das Zentrale Werkstatt- und Verwaltungsgebäude (ZWuV) liegt - weiterhin sichtbar - am Einfahrtsbereich zum Frankfurter Hauptbahnhof. Die durchgehende Dreifach-Verglasung sorgt dabei nicht nur für Wärmeschuzz, sondern auch für den notwendigen Schallschutz. Eine architektonische Besonderheit sind die zum Teil gebogenen Dreischeiben-Fenster. Die mit Wärmerückgewinnung ausgestatteten Lüftungsanlagen stehen überwiegend auf dem Dach - hier befindet sich außerdem eine große Dachterasse mit Skyline-Blick.

Betonkern-Aktivierung für Wärmeverteilung und Kühlung

Die Wärmeverteilung im Gebäude erfolgt primär über eine Betonkern-Aktivierung. Für Spritzlasten und zur Komfortregulierung stehen zusätzlich Heizkörper zur Verfügung. Umgekehrt wird die Betonkern-Aktivierung auch zur Kühlung genutzt. Den Praxistest hat das Anfang 2015 fertiggestellte Gebäude bereits bestanden: Ob im heißen Sommer oder an Wintertagen mit Minusgraden - die Innnentemperatur liegt stets bei angenehmen 20 bis 25 Grad Celsius. Eine projektbegleitende Beratung durch die Passivhaus Dienstleistung GmbH und der Zertifizierungsprozess des Passivhaus Instituts konnten die hohe Energieeffizienz gewährleisten. Nutzer des Gebäudes sind das Amt für Straßenbau und Erschließung, das Grünflächenamt und das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main.

© PHI
Innengestaltung des Gebäudes
© PHI
playground/cara_s_playground_10.txt · Zuletzt geändert: 2019/03/28 09:30 von cblagojevic