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Energieströme in „Geschirr“-Spülmaschinen

Gewerbliche Spülmaschinen sind für große Geschirrmengen und kurze Spülzeiten ausgelegt. Der Spülvorgang in der Maschine dauert nur zwischen einer und fünf Minuten. Dabei verbleibt die Spüllauge in der Maschine. Für neue Spülvorgänge wird das Spülwasser (die Spüllauge) gefiltert, aufbereitet und wiederverwendet. Lediglich für die abschließende Klarspülung wird frisches Wasser benötigt (je Korb etwa 2,5 bis 3 Liter).

Eine energetische Verbesserung bietet eine Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser (vgl. Abbildung 4). Bevor die Klarspülung beginnt, wird dieselbe Wassermenge aus dem Spüllaugentank abgepumpt und erwärmt das zur Klarspülung zulaufende Frischwasser. Die marktgängigen Systeme nutzen die Abwasserwärme nur zu etwa 45 %, um ein frühzeitiges kondensieren der Fette im Abwasser zu vermeiden.

Abbildung 4:
Prozessschritte einer gewerblichen Spülmaschine
(am Beispiel einer Haubenspülmaschine).


Weiteres Einsparpotential bietet eine Wärmerückgewinnung aus dem, beim Spülvorgang entstehenden, Wrasen. Am Ende des Spülvorgangs wird der Wasserdampf direkt aus dem Innenraum abgesaugt, über einen Wärmeübertrager geführt und am kalten Zulaufwasser kondensiert. Damit kann das Klarspülwasser erwärmt und gleichzeitig die Raumluftbelastung, welche die Maschine verursacht, vermindert werden. Wärmerrückgewinnung aus dem Abwasser und Wrasenkondensation verringern den Endenergiebedarf um etwa 50 %. Eine Energieeinsparung von mehr als 60 % wäre durch eine effizientere Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser und thermisch hochwertigere Gehäuse möglich.

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